Reisen
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Reisen Parisbild

Ich bin mit einem ausgeprägten Reise-Gen ausgestattet auf diese Welt gekommen. In meiner Familie reisten und reisen alle gerne, meinen Großvater lockte es schon Anfang des 20. Jahrhunderts nach Russland, ins Osmanische Reich und nach Indien, bevor er viele Jahre in Paris lebte. Mein Vater, mein Onkel, meine Schwester, selbst entfernte Cousinen und Cousins hält es nicht lange an einem Ort. Was zieht mich immer wieder weg von der vertrauten Heimat, raus in die große, weite Welt? Schon als Kind vagabundierte ich mit meinem Vater und diversen Freunden wieder und wieder durch Frankreich. Nach dem Abi hielt mich nichts in Deutschland und ich erkundete monatelang die Côte d’Azur, später Spanien, wo ich jahrelang blieb. Was tue ich da eigentlich, wenn ich reise? Folge ich einer inneren Spur, einer inneren Stimme, deren Ruf ich nicht widerstehen mag? Oder ist es eher umgekehrt: die in der echten Welt zurückgelegten Wegstrecken hinterlassen feine Spuren in unserer Seelenlandschaft und machen aus uns andere Menschen? Was genau suchen wir? Können wir es benennen? Bisher habe ich keinen Namen dafür. Es hat etwas mit Sehnsucht zu tun. Mit Entdeckungslust. Mit der verlockenden Aussicht etwas Unbekanntes zu entdecken, von dem wir uns noch nicht mal träumen lassen, dass es existiert. In diesem Block möchte ich Euch teilhaben lassen an meinen Reisen, meinen Entdeckungen und Begegnungen unterwegs. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei!

5 Kommentare

  1. Don Pedro de Panamera sagt

    Annette!,

    das war unglaublich heute morgen.
    Ich stellte mir den Wecker auf 3:00 h.
    Unzeit!
    Bin um halb vier dann aufgestanden, einen Kaffee getrunken, ins Auto.
    In einem Baugebiet war in einem Jahr, ein Wasserverlust von 600 cbm. Ich wollte die Wasseruhr zu einer Zeit kontrollieren, wenn möglichst niemand einen Verbraucher benutzt.
    Ich fuhr zurück und bin nicht, wie normalerweise, in Ehrenfeld abgefahren, sondern weiter auf die Innere Kanalstraße. Ich dachte, um diese Uhrzeit geht es schneller, als durch die kleinen Gassen zum Neptunplatz und ich kann Dir noch eine gute Reise wünschen.
    Ich schmunzelte.
    Dann Fahre ich über die Kreuzung und just in diesem Moment kommst Du aus dem Haus!
    Wie gesagt, unglaublich!
    Es hat mich sehr gefreut Dich nochmal in den Arm nehmen zu können, bevor Du Deine ferne Reise antrittst.
    Ich wünsche Dir wundervolle Eindrücke und Begegnungen, bin gespannt davon zu lesen!

    Buen viaje. Que te lo pases bien!

    Don Pedro de Panamera

    • Annette sagt

      Don Pedro! Welch’ wunderbare Überraschung das war! Da verlasse ich um halb fünf Uhr morgens schlaftrunken das Haus, um den Flieger nach Miami zu erwischen und da hält ein Auto mit quietschenden Bremsen mitten auf der Straße und wer springt raus und fällt mir um den Hals? Du!
      Ich glaube an Zufälle im Sinne des ‘ZU FALLENS’. Es fällt einem das zu, was sein soll. So wie wir heute beim Smartphone auf einen Knopf drücken und wir sind mit unserem Liebsten auf der anderen Seite des Globus verbunden, so gibt es ebendiese Verbindung auch auf einer ganz natürlichen Ebene. ich fühle mich verbunden, also verbindet sich etwas. Nicht Knopfdruck, nicht WI FI sondern ZU FALL. Let’s stay connected! Grüsse aus Miami! Deine Annette

  2. Karl-Heinz Thunemann sagt

    Hi Annette, mit viel Freude lese ich deine Reiseberichte. Mir geht es sehr ähnlich. Ich habe mein Reise-Gen von meinem Vater geerbt, der als 16-jähriger 1936 von Rheydt nach Hamburg ausgebüxt ist, um Seemann zu werden. Er war dann 3 Jahre lang 3 Reisen mit dem Großsegler Priwall der Laeisz-Reederei nach Chile unterwegs. 2008 fragte ich ihn im Hospiz, wo er hin wolle, wenn ich ihn beamen könnte. Seine Antwort, wie aus der Pistole geschossen, war: Concéption, Olgomo ocho. Ich begann zu recherchieren, hab dann seine Asche auf Kap Horn verstreut, seine Jugendliebe in Santiago im hohen Alter von 92 Jahren getroffen ( eine Unternehmerin per Excellence) und die Familie, bei der er in Concéption öfter wohnte, besucht. Seitdem liebe ich Chile mit all seinen Klimazonen, insbesondere aber Valparaiso, die Stadt Pablo Nerudas und eine der ersten Adressen für wunderbare Street-Art. Da ich jetzt weiß, dass du Südamerika auch noch erobern möchtest, kann ich dir Chile nur wärmstens empfehlen. Mein absolutes Traumland.

    • Annette sagt

      Lieber Herr Thunemann,
      das klingt ja faszinierend! Wenn Sie mal nach Köln kommen müssen Sie
      mir die Geschichte genauer erzählen!!! Und wenn ich bald nach Chile fahre bitte ich Dich vorher um Tipps!
      Liebe Grüsse aus Las Penitas, Nicaragua

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